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4. August 2012 - Karl Oskar Fest in Växjö

Heute war der grosse Tag der Auswanderer in Schweden. Das muss ich aber zuerst mal erklären.
Im 19 Jahrhundert war die schwedische Wirtschaft am Boden. Viele Leute mussten hungern und da beschlossen viele mit dem Schiff in Amerika ihr Glück zu versuchen. Es begann die grosse Auswanderer-Welle.

Zwischen 1815 und 1850 stieg die Bevölkerungszahl in Schweden vor allem durch Zuwachs auf dem Land von 2,5 auf 3,5 Millionen. Eine Lösung der daraus resultierenden sozialen Probleme bot die Auswanderung, die 1840 einsetzte und 1880 ihren Höhepunkt erreichte. Bis ungefähr 1900 verließen 1,2 Millionen Schweden das Land.

Der schwedische Schriftsteller Villem Moberg verfasste dazu einen Roman in vier Bänden über die Zeit der Auswanderer. Die Geschichte handelt von Kristina und ihrem Gatten Karl Oskar.

Am Beginn der 1950er Jahre erschien Mobergs Hauptwerk, ein Epos über die Emigration in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, als ein Viertel der Bevölkerung Schwedens in die USA auswanderte. In dieser Tetralogie, die aus den Romanen Utvandrarna (1949), Invandrarna (1952), Nybyggarna (1956) und Sista brevet till Sverige (1959) besteht, schilderte er nach einem umfassenden Quellenstudium das Schicksal mehrerer Emigranten, die um 1850 Schweden verlassen und sich schließlich in Minnesota niederlassen. Der Erfolg war enorm, nicht nur was die Auflageziffern und Übersetzungen betrifft. Das Epos wurde von Jan Troell verfilmt und 1995 zum Musical Kristina från Duvemåla verarbeitet.

Zu Ehren und als Andenken an diese Auswanderer veranstaltet Växjö jedes Jahr dieses Fest. Es ist ein Volksfest mit Schiessbuden und Bahnen für die Kinder. Alle Läden haben geöffnet, obwohl Sonntag ist. Das liessen wir uns natürlich nicht entgehen und pilgerten ebenfalls nach Växjö. Die Stadt war voll von Leuten und das Wetter war richtig gut. 26 Grad und Sonnenschein pur.

Nachdem wir den Tag genossen hatten, hatten wir ja noch eine Verabredung mit Lena, der Frau von Janne. Sie zeigte uns am Abend, wie man die Fallen zum fangen von Krebsen prepariert. Die Kinder wollten unbedingt mit dem Boot mit auf den See kommen, aber ohne Schwimmweste gab es bei mir nichts. So blieben die Kinder an Land und Lena und ich legten die Reussen aus. 12 Stück haben wir gelegt und kamen nach 20 Minuten wieder an Land zurück. Ronja war ziemlich traurig, dass sie nicht mitkommen durfte. Lena hatte noch eine Reusse frei und preparierte diese, so dass Ronaj die Reusse vom Landungssteg aus ins Wasser schmeissen konnte. Lena sagte ihr dann, dass sie so gegen 21.30 Uhr nachsehen soll, ob sie schon was gefangen habe. Gesagt - getan. Fast pünktlich um 21.30 Uhr standen alle Kinder unten am Steg und wir hollten die Reusse ein - und tatsächlich hatte Ronja einen Krebs gefangen. Der war auch noch richtig gross. Die Freude war natürlich gross. Wir verfrachteten den Krebs in einen Eimer mit Wasser und die Kinder trugen in hoch zum Hof.

Die ausgelegten Reussen müssen morgen um ca. 07.30 Uhr eingeholt werden. Die Kinder wollten das Schauspiel miterleben und gingen sofort ins Bett, damit sie morgen dann rechtzeitig aufstehen können. So hatten wir keine Probleme die Kinder ins Bett zu schicken. Sie gingen zum ersten Mal von alleine :-))

5.8.12 11:24

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